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Stefan Körzel / DGB

© DGB/Simone M. Neumann

 

Körzell: Mindestlohn-Mantra der „Wirtschaftsweisen“ absurd

Zum Jahresgutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage erklärt DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell am Mittwoch in Berlin:

Das Mantra, ‚der Mindestlohn vernichtet Arbeitsplätze, gefährdet den Einstieg in den Arbeitsmarkt für Geringqualifizierte und verhindert Investitionen‘ wird nun auch von den ,Wirtschaftsweisen‘ vorgetragen. Doch breit getretener Quark wird auch nicht besser. Es ist absurd, den Mindestlohn von 8,50 Euro brutto pro Stunde sogar schon vor Inkrafttreten des Mindestlohngesetzes dafür verantwortlich zu machen, dass sich die Konjunkturaussichten in Deutschland eintrüben.

Das Gegenteil wird der Fall sein: Der gesetzliche Mindestlohn wird den Konsum stärken. Nicht Jammern hilft, sondern Nachfrage anschieben: durch den Mindestlohn und entsprechende Tariferhöhungen. Zudem braucht es kräftige öffentliche Investitionen, um die bröckelnde Infrastruktur wieder zu stabilisieren und die Netze auszubauen. Das sind ebenfalls wichtige Faktoren für eine funktionierende und florierende Wirtschaft.


http://www.dgb.de/presse/

 
Schwarzarbeiter mit Schubkarren

© [Anke Judith Bauer: photocase.com]

 

Ansprechstellen bei der Finanzkontrolle Schwarzarbeit beim Zoll

Wer Verstöße gegen das neue Mindestlohngesetz oder gegen die Branchenmindestlöhne feststellt, kann sich (auch anonym) bei der Finanzkontrolle Schwarzarbeit beim Zoll melden. Hier sind die Ansprechstellen aus der ganzen Republik aufgelistet.

 

 
Logo "Deutschland hat den Mindestlohn - Dran bleiben"

© © DGB

 

Neues Logo: Deutschland hat den Mindestlohn - Jetzt dran bleiben!

 
Warum 7,50 Euro?
 

Tabelle der aktuellen Branchenmindestlöhne

Viele Branchenmindestlöhne liegen heute schon höher als 8,50 Euro brutto pro Stunde – sie behalten Gültigkeit, auch wenn der gesetzliche Mindestlohn ab Januar 2015 in Kraft tritt.

 

Hier geht es zur Übersicht der aktuell gültigen Branchenmindestlöhne

 

Mindestlohnkundgebung mit 500 TeilnehmerInnen

Rund 500 GewerkschafterInnen und VertreterInnen eines breiten Bündnisses aus Erwerbslosen-, Jugend-, Frauen-, Sozial-,Umwelt- und kirchlichen Verbänden haben heute vor dem Kanzleramt für einen Mindestlohn ohne Ausnahmen demonstriert.

Gegen die Ausnahmen und Verschlechterungen beim Mindestlohn für Langzeitarbeitslose unter18jährige Beschäftigte, Zeitungszusteller, SaisonarbeiterInnen und PraktikantInnen sprachen DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann, NGG-Vorsitzende Michaela Rosenberger, Ver.di-Vorsitzender Frank Bsirkse, Ulla Pingel, Vertreterin der Erwerbslosen in Ver.di, Henny Engels, Geschäftsführerin des Deutschen Frauenrats, Dr. Ursula Engelen-Kefer vom Sozialverband Deutschland, Jörg Eyermann, Betriebsratsvorsitzender der Firma Stadtgut NORD aus Berlin und Vorstandsmitglied der Bundesfachgruppe Landwirtschaft in der IGBAU sowie Veit Otto, Betriebsratsvorsitzender der Autobahnraststätte Eisenach der Firma Autogrill.


Mehr dazu in der Pressemitteilung des DGB
 

 

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