Durch die Arbeitsmarktreformen Ende 2003 hat sich der Niedriglohnsektor enorm ausgeweitet. Die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit und die Einführung der Hartz-IV-Gesetze hat das Lohnniveau zunehmend unter Druck gebracht. So müssen Arbeitslose jeden Job bis zur Grenze der Sittenwidrigkeit annehmen, also eine Entlohnung akzeptieren, die bis zu 30 Prozent unter dem Tarifniveau liegen kann.
Dies bedeutet in manchen Regionen der Republik einen Stundenlohn von gerade einmal 3,00 Euro. In den letzten Jahren sind Arbeitgeber häufig aus Arbeitgeberverbänden ausgetreten beziehungsweise nicht eingetreten. Es sind die Arbeitgeber, die höhere Entgelte ablehnen und sich Tarifverträgen verweigern. Deshalb bringt der DGB das Thema Existenz sichernde Löhne in die gesellschaftliche Diskussion ein. Die Gewerkschaften fordern Existenz sichernde Löhne, mindestens 8,50 Euro pro Stunde.
Niedriglöhne, von denen kein Mensch leben kann, sind Realität in Deutschland. Daran ändern auch die Argumente der Mindestlohnkritiker nichts. Bei näherer Prüfung erweisen diese sich nämlich als nicht haltbar. Klicken Sie sich durch die häufigsten Behauptungen der Mindestlohngegner und finden Sie heraus, warum sie nicht zutreffen ...