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Mindestlöhne sind festgeschriebene Arbeitsentgelte, die Beschäftigten als Minimum zustehen. Das Arbeitseinkommen kann als Stundenlohn oder monatliches Entgelt festgelegt sein.
Mindestlöhne gibt es in den meisten europäischen Staaten und Nordamerika. Mindestlöhne werden dort in der Regel vom Staat durch ein Gesetz festgelegt, wobei die genaue Höhe regelmäßig angepasst wird. Ziel der Mindestlöhne ist es, ein angemessenen Einkommensniveaus festzusetzen und einen Unterbietungswettbewerb zu verhindern. Die tatsächliche Höhe wird teilweise automatisch an die Preis- und Lohnentwicklung angepasst, teilweise durch die Regierung festgelegt. Um "Armut trotz Arbeit" zu verhindern, sollten Mindestlöhne ein bestimmtes Niveau, zum Beispiel 50 Prozent des durchschnittlichen Lohns eines Vollzeitbeschäftigten, nicht unterschreiten. Die Höhe der Mindestlöhne pro Stunde variiert in der EU zwischen 0,80 Euro (Bulgarien) und 10,41 Euro (Luxemburg).
Mindestlohn hautnah
Niedriglöhne sind in Deutschland in vielen Regionen und Branchen leider keine Ausnahme. Doch was bedeutet es wirklich, von 5 Euro Stundenlohn zu leben?
Auf einen Blick
7,5 Millionen Menschen in Deutschland sind arm trotz Arbeit. 20 von 27 Mitgliedsländern der Europäischen Union haben Mindestlöhne. Warum braucht auch Deutschland welche?