Montag, 17.12.2007

Kampagnenstart mit Riesenposter im Herzen der Hauptstadt

Riesenposter
 

„Unternehmen, deren Existenz lediglich davon abhängt, ihren Beschäftigten weniger als einen zum Leben ausreichenden Lohn zu zahlen, sollen in diesem Land kein Recht mehr haben, weiter ihre Geschäfte zu betreiben.“

 

Dieses Zitat von Franklin D. Roosevelt, dem 32. Präsidenten der USA, aus dem Jahr 1933 prangte in riesigen Lettern mitten in Berlin, an der Friedrichstraße/ Ecke Unter den Linden. Vom 17. Dezember bis zum Ende des Jahres hing dort ein 1.200m² großes knallrotes Poster des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Thema Mindestlohn. „Deutschland braucht den Mindestlohn – kein Lohn unter 7,50 Euro“ stand auf der zweiten Längsseite des Riesenposters mit dem der DGB seine Kampagne für Mindestlöhne einläutete. 60 Jahre nachdem Roosevelt Unternehmer abstrafte, die Hungerlöhne zahlen, wird es Zeit, dass auch Deutschland den Mindestlohn bekommt. Hunderttausende Passanten auf den beiden stark frequentierten Straßen blieben stehen und diskutierten. Auch die Medien kamen an der Aktion nicht vorbei: ob Tagesschau, heute, Spiegel oder Süddeutsche Zeitung, alle berichteten über die spektakuläre Aktion. Geschätzte 30 Millionen Menschen erfuhren so von der Kampagne des DGBs.

 
 

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