IAQ und Friedrich-Ebert-Stiftung: Warum Deutschland einen gesetzlichen Mindestlohn braucht

In einer Studie des Instituts für Arbeit und Qualifikation kommen die Autoren zu dem Schluss, dass selbst vergleichsweise hohe Mindestlöhne positive Effekte auf der betrieblichen Ebene und auf den Arbeitsmarkt haben. Die Experten untersuchten die Auswirkungen von Mindestlöhnen in Ländern, die bereits über eine Lohnuntergrenze verfügen. Das Ergebnis: Die Beschäftigungseffekte von Mindestlöhnen sind neutral oder sogar leicht positiv. Die Kosten für höhere Löhne können vom Arbeitgeber leicht wieder eingespielt werden, weil die Qualität der Arbeit zunimmt, weniger Fehlzeiten der Beschäftigten zu verbuchen sind und weniger Leute das Unternehmen verlassen. Wichtig sei, so die Wissenschaftler, dass der Mindestlohn frühzeitig angekündigt werde und Festsetzung der Höhe auf Augenmaß stattfinde.

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