Karen M. aus Hessen arbeitet als Altenpflegerin in einem privaten Altenheim - 7 Stunden am Tag, 12 Tage durchgehend, dann einen Tag frei, wenn sie Glück hat. 1150 Euro verdient sie dafür brutto im Monat - kaum genug zum Leben und das bei einer körperlich und seelisch anstrengenden Arbeit.
Ich arbeite als Altenpflegehelferin in einem privaten Pflegeheim, bin eine Vollkraft und fahre täglich 40 km hin und zurück. Mein Nettolohn am Monatsende ist 850 Euro bis 915 Euro im Monat, je nach dem, wie viel Doppeldienste ich am Wochenende habe. Das heißt 10 Stunden am Sonntag, da gibt es 1.20 Euro Sonntagszuschläge. Wenn ich meine laufenden Kosten wie Miete, Strom, Versicherungen für Auto und so weiter bezahlt habe, bleiben mir 10 Euro im Monat zum Leben. Da ist aber noch nicht der Sprit, den ich ja brauche, um zur Arbeit zu kommen dabei. Alle Preise steigen, nur nicht der Lohn - es ist traurig, dass jemand, der arbeiten geht, nichts mehr zum Leben übrig hat.
Ich würde mir wünschen, dass ich wieder mal richtig einkaufen könnte und mein Kühlschrank nicht nur leer ist oder das ich meine Heizung mal richtig aufdrehen könnte, damit ich auch mal eine warme Wohnung hätte und nicht die Angst im Nacken sitzt "Wie bezahle ich die Heiz- und Stromkosten?"
Dass sie dafür sorgen, dass die Leute, die noch Arbeit haben auch von ihren Löhne leben können oder Zahnersatz bezahlen können.
Dass es uns dann doch ein bisschen besser geht und die Arbeitgeber uns mehr Lohn zahlen müssen und nicht nur an sich denken.
Das ist schon sehr erschreckend.
Aber gleichzeitig schreien die Menschen auf, wenn die Altenheime und häusliche Pflege mehrere Tausend Euro kostet.
Es kann nicht sein, dass Pflegepersonal so wenig bekommt. Der Beruf ist körperlich und seelisch belastend. Dies muss anerkannt werden. Wenn das Pflegepersonal weiterhin so schlecht bezahlt wird, dann werden langfristig immer weniger Menschen in diesem Bereich arbeiten wollen.
Linara
www.linara.de
Ich arbeite als Altenpflegehelferin und verdiene in der Stunde 5.89€ und arbeite im Monat knapp 65 Stunden und manchmal auch mehr.
In meinem Altenheim ist es genauso wie es hier beschrieben ist man arbeitet für einen Hungerlohn und bekommt keine Anerkennung von den Chefs nicht und auch nicht von vielen Außenstehenden Personen. Man fühlt sich ausgenommen und trotzdem versucht man sich anzustregen damit man alles richtig macht und trotzdem ist es nicht gut genug.
Meine Meinung ist das wenn es so weiter geht sich kein Auszubildender mehr für so einen Beruf interessiert dies ist meine Meinung auch nicht wenn es so bezahlt wird. Wenn man sieht das man noch nicht mal von diesem Lohn Leben kann ist dies ein echtes Armutszeugnis für alle Arbeitgeber, ich finde durch eine öffentliche Demo würde mal endlich auf den Tisch kommen worüber sich so viel aufregen.
Susanna
Ich arbeite als Altenpflegehelferin und
bekomme 8,52€ die Stunde, habe eine 20 Stundenstelle.
Am Monatsende bleiben mir bei
Steuerklasse 1 gerade mal 486,€
übrig. Da sollte man sich doch überlegen, auf 400 € zu gehen, weil
ich da für weniger Stunden auch 400,- in der Tasche habe....
Aber man will ja auch etwas für die
Rente tun...
das ist das traurige Ergebnis eines "sozialen" Staates.
Meine Partnerin, gelernte staatlich anerkannte Familienpflegerin arbeitet 30 Wochenstunden als Erzieherin in einer Kinderkrippe für 800 Euro brutto im Monat. Was übrig bleibt, sind 627 Netto. Das Ganze nennt sich Kommunal-Kombi-Job und scheint, ich spreche es direkt an...eine neue Form staatlicher Ausbeutung des Arbeiters zu sein.
Man behauptet doch tatsächlich, es gäbe in diesem Deutschland keine Arbeit. Ich könnte das Gegenteil beweisen, weil ich zu gut weiß, daß es durchaus genügend Arbeit gibt....nur kaum einen Arbeitgeber, der diese Arbeit ordentlich bezahlt, d.h. so bezahlt, daß man von Arbeit leben kann und nicht auf zusätzliche Leistungen des Amtes angewiesen ist.
| März 2010 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
| 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 |
| 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 |
| 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 |
| 29 | 30 | 31 | ||||
Eigene Veranstaltung eintragen
per Web/SMS sowie 192.880 auf Unterschriftenlisten
Unterschreiben für den Mindestlohn...