Meldung | Donnerstag, 04.02.2010 - 13:20
 

Geringverdiener verdienen weniger als Hartz IV

Zimmermädchen

Arbeit lohnt sich nicht für jeden. Das belegt nun eine Studie des Instituts für Weltwirtschaft (IfW). Demnach müssten Geringverdiener mit genau so viel oder sogar weniger Geld auskommen als die meisten Langzeitarbeitslosen. Zwischen Arbeitslosen und Geringverdienen „sind die Lohnabstände nach wie vor sehr gering oder nicht vorhanden, so dass eine reguläre Arbeit oftmals nicht lohnenswert erscheint“, heißt es in der Untersuchung. Dass sich Arbeit gar nicht mehr lohnt, trete vor allem in vielen Gebieten Ostdeutschlands auf.

 

Insbesondere für Haushalte mit Kindern oder Beschäftigte, die das Haupteinkommen der Familie stellen, seien die Lohnabstände zu Hartz-IV-Beziehern „problematisch.“ Eine alleinerziehende Frau mit zwei Kindern erhält demnach mehr Geld über staatliche Transferleistungen als in einem Vollzeitjob im Dienstleistungssektor. Am Beispiel einer Reinigungskraft rechnen die Autoren vor, dass der Lohn von den staatlichen Transferleistungen um etwa acht Prozent übertroffen wird.

 

Statt die niedrigen Löhne zu erhöhen, um Arbeitsanreize zu schaffen, empfehlen die Wissenschaftler eine Senkung der Hartz-IV-Sätze. Für die Mehrheit der Bevölkerung kommt diese Konsequenz allerdings nicht in Frage. In einer aktuellen Umfrage des Magazins Stern gaben fast zwei Drittel der Befragten an, dass die Hartz-IV-Sätze ohnehin zu niedrig seien. Lediglich vier Prozent schätzten die aktuellen staatlichen Transferleistungen als zu hoch ein.

 

Auch der Wirtschaftsminister des Landes Thüringen, Matthias Machnig (SPD), hält die Senkung der Hartz-IV-Sätze als Arbeitsanreiz für falsch. Mit einem vernünftigen Lohnniveau und Mindestlöhnen müsse vielmehr die Lohnspirale nach unten gestoppt werden, erklärte er der Thüringer Allgemeinen Zeitung. Die Arbeitsmarktexpertin der Grünen, Brigitte Pothmer, bewertet die Ergebnisse der Studie in der Zeitung als klare Ansage gegen die schwarz-gelbe Niedriglohnpolitik.
 

 
 

Kommentare(1)

altersarmut am Mittwoch, 10.03.2010, 11:47
 

Thailand 10.03.2553
Betrieb verkaufen dann nach Asien AUSWANDERN mit dem verkauften, evtl ist auch noch was erspartes da, lebt`s es sich hier günstiger wie in Deutschelande. Immer warm, gesundes Thaifood.
PS:
wenn kein Geld mehr dann zurück in die altersarmut.

einfach in google "altersarmut+grundsicherung" eingeben heute März 2010 erscheinen ca. 198.000 seiten noch fragen

ruam tuk
ruam suk
ร่วม กัน ดูแล

ein Expat in Thailand

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